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Traditionsgemäß finden alljährlich im Januar die Ackerbautagungen der Raiffeisen Ems-Vechte und der Niedergrafschafter Kooperation Grenzland Anbauberatung statt. Neben drei klassischen Ackerbauveranstaltungen wurden durch die Raiffeisen Ems-Vechte zusätzlich noch drei weitere Termine als Fortbildungsmaßnahme für die Pflanzenschutzsachkunde angeboten. Insgesamt konnte man mehr als 1.300 Landwirte zu den insgesamt sechs Veranstaltungen im Emsland und der Grafschaft Bentheim begrüßen.

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Die ökonomischen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre führen in den Betrieben zu einer angespannten wirtschaftlichen Situation. Jedes Jahr die richtigen pflanzenbaulichen Entscheidungen zu treffen, ist daher ein Baustein im Gesamtkonzept. Mehrere Themenkomplexe wurden von den Fachberatern angesprochen. Aktuelle Fragen zur Düngung im Getreide und im Mais unter dem Gesichtspunkt der Düngeverordnung wurden den Landwirten von den Beratern Herrn Gerrit Jan Klompmaker und Herrn Stefan Kremer vorgestellt. Hier kann die Raiffeisen Ems-Vechte natürlich aus einem vollen Fundus an Ergebnissen schöpfen. Vor Jahren hat Herr Willi Funke ein umfangreiches Versuchsprogramm zur Nitratreduzierung mit stabilisierten Stickstoff ( Alzon 46) und in der Kombination mit etwas Phosphat für den Start der jungen Maispflanzen angelegt. Diese Ergebnisse sind sehr erfolgreich in der Praxis umgesetzt worden. Die weitere Entwicklung war eine Nährstoffbeize zum Thema Mais in der Unterfußdüngung.

Herr Bertwin Hurink (Leiter der Pflanzenbau-Abteilung) erläuterte auf Basis des „kleinen Ackerbauberaters“, -- der nebenbei bemerkt von der Raiffeisen Ems-Vechte Jahr für Jahr den jährlichen Anforderungen entsprechend erarbeitet wird --, die aktuellen Empfehlungen im Getreide- und Kartoffelanbau. Mit Sorge steht an erster Stelle die aktuelle Situation unserer Böden. Mit einem Fingerzeig muss man sagen, die Leistung des Bodens, gerade in unserer Region, ist nicht unerschöpflich. Was heißt dies jetzt für die aktuelle Pflanzenbau- Beratung: Hier kann die Raiffeisen Ems-Vechte auf fundierte Ergebnisse aus den Versuchsstandorten Berssen und Wilsum zurückgreifen. Denn man hat mit weiser Voraussicht die Versuchsfragen an die sich abzeichnende Situation im Ackerbau auf unseren leichten Böden geplant. Hier seien nur einige Beispiele genannt. Bei den Sortenprüfungen in Getreide und Mais, sowie Kartoffeln, spielt die Ertragssicherheit über Jahre eine wichtige Rolle, aber zunehmend war auch immer die Frage der Resistenzstabilität gegen Roste und vor allen Dingen die Anfälligkeit für Fusarium ein wichtiges Thema. Die Problematik der Kartoffelkrankheiten stellt jedes Jahr wieder eine Herausforderung.

Auch in den Maissortenversuchen wurde nicht nur auf die Jugendentwicklung, sondern auch verstärkt auf das Auftreten von Pilzkrankheiten geachtet. Hierzu referierte Christian Schepergerdes. Auch gab er Praktische Tipps zur Unkrautbekämpfung in Mais. Außerdem erläuterte er die Erkenntnisse des Precision Farming und die Teilflächen spezifische Aussaat, die durch ein Projekt der Raiffeisen Ems Vechte in ihrem Gebiet gewonnen wurden.

01 ackerbau3 400 Herr Dr. Hanekamp von der LWK Niedersachsen, Bezirksstelle Emsland referierte über die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Einsatz der Pflanzenschutzmittel. Obwohl jeder Landwirt den Sachkundenachweis hat, muss er sich über Änderungen in den Auflagen immer aktuell informieren.
   

 

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