Bericht aus den Grafschafter Nachrichten, 13.09.2017

Autobatterien, Waschmittel und Würstchendosen stehen im Wilsumer Grenzlandmarkt dicht beieinander. Der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers informierte sich beim Genossenschaftsgeschäftsführer Albert Weersmann über das Modell eines Dorfladens für Wilsum.

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Der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers (von rechts) informierte sich beim Genossenschaftsgeschäftsführer Albert Weersmann, seinen Mitarbeitern sowie CDU-Parteifreunden über das Modell eines Dorfladens für Wilsum. Foto: Münchow

Von Manfred Münchow

Wilsum. „Dies ist ein gelungenes Beispiel für die Sicherung der Nahversorgung in einem Dorf“, ist sich Reinhold Hilbers sicher. Der CDU-Landtagsabgeordnete machte sich am Montag ein Bild von einem funktionierenden Dorfladen in Wilsum. Nachdem in dem kleinen Dorf nach und nach die Anbieter von Lebensmitteln, Getränken und anderen Dienstleistungen verschwunden sind, haben sich die Verantwortlichen vor Ort auch hier Gedanken über die Zukunft der Dorfbewohner gemacht. Informationsfahrten zu anderen Dorfläden, Gedankenspiele über die Gründung von Genossenschaften und so einiges mehr ist erwogen worden.

Lebensmittel im Grenzland-Markt

„Eine Genossenschaft haben wir hier schon“, erklärt Albert Weersmann von Raiffeisen Ems-Vechte und berichtet von den Anfängen der Überlegungen, vor allem den Bereich Lebensmittel mit in den Grenzland-Markt in Wilsum zu integrieren. In Laar gibt es bereits eine solche Nahversorgung, die jetzt seit eineinhalb Jahren auch in Wilsum funktioniert.

Mehr als übliches Angebot

Direkt an der Hauptkreuzung der Bundesstraße nach Emlichheim und der Kreisstraße nach Hoogstede steht ein großzügiger Grenzland-Markt mit dem üblichen Angebot vom Rasenmäher über Dünger bis zu Kettensägen und Werkzeug. Draußen herrscht reger Verkehr an der genossenschaftseigenen Tankstelle.

Im Innern des Marktes überrascht nicht nur ein Back-Shop und ein Postschalter. Es gibt auch etliche Regalgänge mit Lebensmitteln, Tiefkühlangeboten und Getränken. Selbst eine Ecke mit Obst und Gemüse ist eingerichtet. Für Bürgermeister Heinrich Mardink ist der Markt ein „wichtiger Baustein“ für die Nahversorgung der Gemeinde“. Das sei in Wilsum mit ehrenamtlichen Kräften nicht zu organisieren gewesen. Genossenschaftsgeschäftsführer Albert Weersmann sagt nicht ohne Stolz: „Wir sind zwar kein global player, aber ein local hero.“

Dienstleistungen vor Ort

Für den Landtagsabgeordneten Reinhold Hilbers ist es für die Entwicklung ländlicher Räume wichtig, Dienstleistungen vor Ort anzubieten. Regelungen des Landes dürften nicht dazu führen, Kreativität vor Ort kaputtzumachen. „Die Dörfer müssen eine Chance zu eigenständigen Entwicklungen haben“, fordert Reinhold Hilbers und meint damit die Möglichkeit der Kombination von Nahversorgung und vorhandenen Strukturen ebenso wie die Möglichkeiten in der planerischen Raumordnung von oben, gewisse Dinge auch zuzulassen.

Renaissance des Genossenschaftsgedanke

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer im Grenzland-Markt, dass der Genossenschaftsgedanke derzeit eine Renaissance erfährt. Hier kämen die Bindung von Mitgliedern und Kunden zusammen. Hilbers will über das Beispiel Wilsums auch andernorts berichten.

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